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3/28/2007

Feste feiern

Nach dem Rennen ist vor dem Rennen, zwischendrin noch etwas Kunst-, Musikfestival bevor es weiter ging. Inzwischen in Perth angekommen ne neue Linie suchend (alte Linie ist Geschichte - Hose passt schon lang nicht mehr :-D ) will ich all das nochmal erleben...

All die Aussichten auf Kleinkunst mit dem Trubel drum rum hatten mich ja aus der Wueste zurueckgelockt. Da war ich nun voller Hoffnung mit den Bildern des Dresdener Schaubudensommers im Kopf, von dem ich viel zu wenig mitgenommen hatte. Im nachhinein kann ich ueber meinen falschen Geiz diesbezueglich nur lachen. Also auf in das nach Edinburgh 2. groesste Festival. Es bietet alles von Musik, Komikern, Kabaret, Theater, Dichtungen, Tanz und Grafiken - grosse Welt der Kleinkunst. Fast jeder orientiert sich dabei am Fringestandard und verlangt fuer ne Show die 1 Stunde dauert 20$ pro Person. Jeder der dabei nicht gleich als billig abgestempelt werden will orientiert sich daran wie Mark mir erzaehlte. Seine Show drehte sich dabei um Schimpfwoerter, ihre Verbreitung in England und Australien, ihre Herkunft... weil ich ja aber ein zutiefst friedlicher Zeitgenosse zu bleiben gedenke hab ich das alles schon wieder vergessen! Sie war wie unsere erste Show "Women with Standards" (immer hin 30$!!) nicht schlecht aber schlichtweg ueberteuert. Andere Shows waren einfach nur peinlich. So hatte ich groesste Sorge um den alten Kuenstler "movin' melvin brown", er koenne sich bei den sportlichen Einlagen waehrend des Steptanzes ernstlich verletzen. Zur Vorsicht rueckten wir einigen Reihen nach hinten, die wohl nicht umsonst noch frei waren. Neben den Peinlichkeiten und ueberteuerten Show gabs natuerlich auch Perlen. Leider bekamen die grossartigen Doormats nicht von Anfang das gebuehrend grosse Publikum. Die Bajkal-Maedels, welche frapierende Aehnlichkeit mit einigen Herren der Hillbilly Hut-Abende hatten, waren ebenso grandios wie "Adam Page Solo". Adam, mit unzaehligen Instrumenten und Dingen ausgestattet, entwickelte seine Musik. Einzelne Spuren von Instrumenten oder Geraeuschen wurden nacheinander, durch das Publikum inspieriert, intoniert oder kommentiert aufgenommen. Am Ende kann ich nur sagen - entweder Moneten fuer die ganz grossen aufsparen oder eben fuer solche "kleinen" Perlen investieren. So viel wie wir dachten war dann aber doch nicht los, es waren einfach sehr viele Kuenstler da. Mehr oder weniger umsonst arbeitete mein "Untermieter" im Doppelstockbett - Tim. Halbjahrlich als Strassenmusiker in der ganzen Welt zu Hause. Als er mir dann noch Bilder von seiner kurzen Dresdenabstecher zeigte musste ich ihn glatt einladen - hab in erstmal ueberzeugt in DD nochmal reinzuschauen, wer gerne nen Musiker beherbergen moechte kann sich vertrauensvoll an http://www.myspace.com/timscanlan wenden :-)

Weil das ganz rumsitzen zu anstrengend ist, hab ich nen Ausgleich gesucht und gefunden. Ja das einarmige Reissen hatte sich zwischenzeitlich meiner bemaechtigt. Hatte ja noch den Rueckstand von ueber 30 Buechsen australischen Biers aufzuholen! Zwischendurch kann man ja dann im belgischen Pub auch nochmal andere Sorten probieren. Beinahe haette ich das nicht einmal bekommen. Passend zum jeweiligen "Spezialbier" gibts besondere Bierglaesser. Diese wiederum bekommt man nur gegen nen Pfand. Da greift wieder das australische System. Egal was man macht, wie Konto anlegen, Zugfahrkarte kaufen, Brief aufgeben, in nen Club, in ein Hostel geht, Sachen im An-und-Verkauf verkloppt oder eben ein spezielles Bier-Glas verwenden will, immer wird man nach ner "ID" gefragt. Interesanterweise spielt es dabei keine Rolle welcher Art die Identifikation ist, solange es sich um eine Karte mit nem Passbild handelt. Es kann der Studentenausweis, ne Bankkarte oder der Fuehrerschein sein. Letzterer wird hier standardmaessig als Ersatz fur den, nicht vorhanden, Personalausweis verwendet. Allgemein gibts so Ratingsystem fuer IDs (http://www.ocba.sa.gov.au/licensing/cardsystem/100points.html). So musste Elisabeths ID herhalten damit ich nicht immer nur Wasser trinken muss. Ist halt auf Dauer nicht gesund und lecker, wenn hier jede Menge Chlor verwendet wird. Man bekommt es mit den hiesigen Sirups zwar einigermassen uebertuencht, hin und wieder tut Abwechslung aber not.

Ein Art Zauberland hatten dann die Macher des Musikfestivals Womadelaide geschaffen. Damit fanden sie sich nicht nur in oertlicher als auch in gestalterischer Naehe des Fringe, trieben es nur etwas weiter. Das ganze Gelaende war mit Fahnen uebersaet, die Buden liebevoll zu "Doerfern" zusammengefasst. Jede mit Matten verkleidet bildeten Sie eine organische Gemeischaft im botanischen Park. Die fuer Australien ungewohenlichen kraeftigen, saftigen, weit ausragenden Baume mit Leben- und Schattenspenden gruen versetzten einen in Ort und Zeit. Die unwirkliche Beleuchtung durch Lampenketten mit allen erdenklichen Lampenschirmen, haette nicht gedacht, dass soviele die 70er ueberlebt haetten, trug wohl ihren Teil dazu bei. Ich fuehlte mich wie im Land der Hobbits. Wie Filmmusik waren auch die Stuecke, total verschiedene Stile, alle mir bis dato unbekannt. Neben Elektro-Tang (Gotan-Projekt), Irish-Folk (Lunasa) , afro-jazz-funk Musik (Femi-Kuti), Reggae, Funk (http://www.fatfreddysdrop.com/) und auch etwas Pop (Augie March) und indische, spirituelle Musik - es ging quasie durch alle Richtungen. War einfach irre mittdrin zu sein, kein Gedraenge, einfach platznehmen und geniessen. Nicht permanent ohrengefaellig, aber stehts interessant. Wie typisch hatten die meisten ihre Beach-Chairs mitgebracht. Sind so ne Art abgesaegte Klappstuehle, natuerlich nicht ohne die iso-behaelter zu vergessen. Da kommt dann die gerade erworbene und noch kalte Bierbuechse rein. So oder auf nem Handtuch oder stehend laesst sich ein unvergessliches Wochenende erleben.

Die englischen Wurzeln werden einem sofort wieder vor Augen gefuehrt wenn es zu dem Pferderennen geht. Frau traegt Hut, holt die besten Kleider aus dem Schrank und aufgebrezelt wird dem Traveller (mir) klar, dass man hier nur Statist ist. Der obligatorische Wetteinsatz ist naturlich verloren, wer gewinnt den schon beim Pferderennen! Die Welt rueckt dannach wieder zusammen, spaetstens wenn man Sascha begegnet. Der Polizist aus Russland war fuer die "Police and Fireman Worldgames" nach Adelaide gekommen. Zum Glueck war sein English besser als mein Russich, unglaublich das ich das mal gelernt hatte, oder haben sollte. Ihn auf der Eroeffunungsfeier der Spiele wiederzutreffen war schon ein richtiger Zufall zumal es vorher Stunden gedauert hat Elisabeth und Ante zu orten.


Langsam hatte ich genug vom Feiern und meine 14-Tage-Regel war auch in Gefahr. Nein nix schlimmes, hatte mir nur vorgenommen spaetesten nach 2 Wochen das Hostel zu wechseln. Als naechstes Abenteuer stand Zugfahren auf dem Plan. Der Indian-Pacific faehrt direkt nach Perth und ist nicht viel teurer als der Flieger aber deutlich interessanter. Abschiedskuchen gebacken und los... Erst gehts 400km nach Norden und dann nur 2500km strikt nach Westen also nicht viel anders als Zuege zu Hause! Nur etwas australisch - eben viel weiter und immer gerade aus! Dafuer hat man dann 38h/ 2 Naechte Zeit seinen Sitz in alle erdenklichen Positionen zu stellen um irgendwie Schlaf zu finden. Wird tagsueber aber wieder von der Landschaft gefangen genommen. Es ist unglaublich wie viel sich aendert, wenn sich der laengsten geraden Zugstrecke der Welt (478km) eigentlich nix aendert. Das Zuginterioer aus den 70er/80er Jahren hat sicher zu dem Erlebnis beigetragen, was aber spaetesten etwas bedrohlich wird wenn die Fahregeraeusche ebenso alte und ungewartete Waggen vermuten lassen. Einer der beiden Tankstopps war Kalgoorlie eine typische Bergarbeiter-Stadt. Alles wird nur durch das gefundene Nickel und Gold am Leben gehalten - sonst hat der Mensch hier draussen nix zu suchen. Fuer den Abbau wird aber alles rangeschaft, koste es was es wolle. Auch das hilft nicht lang, die meisten der Minenarbeiter mit denen ich gesprochen hab waren nicht mal 1 Monat dabei! Das entspricht nicht gerade der heimischen Tradition. Um sie hochleben zu lassen verabschiede ich mich standesgemaess mit einem

Gauf und Prost!

PS: Aus der Tages Zeitung zu den Police- and Fireman Worldgames:

Welcome mate

IT doesn't matter if you've just met someone, they are your mate and you schould refer to them as such as many times in conversation as possible: "G'day (Good Day A.d.R.) mate" etc. By some freak of nature schould you find yourself in a heated discussion (we're all pretty laidback here, so picking a fight can be difficult), it is still appropriate to call your adversary, mate.

For instance "I don't know who you think you are mate, but back off" Or "Mate, you've got rocks in your head if you think..."

Get the point mate?

Beertime

When is a schooner of beer not a schooner? In SA (South AUS A.d.R.), apparenty. Here, a schooner is 285ml of alcohol and a pint is 425ml. In Victoria, 285ml is called a pot, 425ml is a schooner and 570 is a pint. And justt to confuse things even more in New South Wales, 285ml is a middy, 425ml is a schooner and 570ml is a pint.

PS: If you want ti fit in, pretty half our population drinks Coopers, so it's a safe bet.

Horsing around

If you are offered a trip to "the Horse", beware that no equine sports are involved. It is in fact a, er, gentlemens club. While we could make all kinds of jokes about mounting and wips that would be just plain tacky, so we won't.

3/06/2007

Rock and Roll


Die Einkaufstour mit dem Hostel-Wagen war nur der Anfang einer kurzen, aber intensiven Beziehung. Schliesslich bleibt keine andere "schnelle" Option wenn der Mechaniker hilflos aufgibt. Was spricht gegen einen pro-forma Kauf mit Ruekkaufoption, die kleine Luecke im "Vertrag" betraf den unwahrscheinlichen Fall des nicht wiederkehrenden Autos... Wer jetzt schon ein paar andere Blogeintraege gelesen hat weiss dass das Normale zuerst auszuschliessen ist - so laeufts halt im austraulischen Urlaub nie!! Bleibt noch zu klaeren wie man das Auto verschwinden laesst, Abenteuer erlebt und doch wieder nach Adelaide kommt.

Nach dem Entschluss aufzubrechen ging alles recht schnell, innerhalb eines Tages waren wir soweit. 90 Liter Wasser (2-3Tage fuer 4 Personen in der Wueste), Reserverkanister, Essem fuer etwa 14 Tage und Campinggeruempel wurden im Auto verstaut und los gings auf den Highway A1 durch die Stadt nach Norden. An der ersten Tanke Oel, Fluessigkeiten checken, dabei den Reifendruck nicht vergessen! So rollten wir auf die Flinders Ranges zu. Nach der ersten Campingnacht verlies uns das Gruen Halm fuer Halm, immer wieder erinnerten ausgetrockene Flussbetten an das ferne Wasser.

Eine kleine Hotelanlage im Krater Wilpena Pound ist da ne richtige Oase. Auch hier gibts nen Pool, nachdem die warme Dusche Tonnen roten Sandes und Schweisses von der Haut gewaschen hat. Die durchschnittliche Temperatur des kalten Wassers liegt bei etwa 20 Grad, die des Pools vielleicht bei 30 - was den Einsatz der grossen chemischen Keule noetig macht. Das hat spaeter leider auch Folgen fuer "gekuehlte" elektrische Geraete, wie Handy und Fernbedienung fuer die Wegfahrsperre. Bei der Hitze hatte ich die doch glatt in der Tasche vergessen. Trocknen reinigen und ... zum Glueck ging die Fernbedienung, fuers Handy war der Cocktail zu stark!

Am naechsten morgen gings dann auf den Kraterrand und schweisstreibend wieder runter. Ab ins Auto und auf die Staubpiste, ab jetzt kommt man nur mit nem 4WD weiter - womit wir mehr oder weniger alleine sind. Mit den Bodenfreiheiten von normalen Autos laesst sich sonst nur ein neues Flussbett bauen. Nach Blinman gehts wieder auf den kleinen Outback-Highway nach Norden zum beruechtigten Oodnadatta-Track. Vorbei am Tagebau zur Staubpiste. Ein Tagebau ist wohl das einzige was nur etwas groesser als gewohnt erscheint, aber sogar hier in der Pampa muessen Orte umgesiedelt werden. Fahren ist dann etwa so als wuerde man daheim den naechsten Feldweg waehlen und darauf nach Spanien fahren. Die Staubfahne hinterm Auto links und rechts karges rotes Land mit einzelnen trockenen Bueschen gings weiter. Laesst man den Blick dann in die australische Ferne schweifen kreiiert die schiere Weite eine fatamorgana eines bewachsenen Landes ob der Leere zwischen dem Trockengewaechsen in der Naehe. Hinter jedem Huegel wartet nur immer wieder die gleiche Erkenntnis. Unterbewusst steigt mit jedem Kilometer die Sehnsucht nach saftigem Gruen, anfangs unmerklich kann sich keiner davon frei machen. Etwas Linderung bringt die saechsische Flagge im Outback-Pub, der etwas Kuehlung vor allem aber Befreiung von den unzaehligen Fliegen verschafft. Die verschwinden wieder 6 Wochen nach dem letzten Regen.

Wer findet das Auto im linken Bild? Vielleicht ist ja einfacher die Fliegen im Gesicht zu zaehlen?







Trotzdem setzen wir unseren Trip weiter fort. Es ist einfach faszinieren, man wird gerade zu euphorisch die Reifen rollen zu lassen. Dabei ist es kein Gehetze, je nach Beschaffenheit gehts mit 50 - 90 km/h zu Werke - wir haben Zeit und jede Menge Platz. Als Mahnung spielen ueberall kleine Sandstuerme mit Resten von Gebaeuden, Reifen, Felgen oder Autowracks. Ich versuche zwischendurch mir einen solchen Trip in Europa vorzustellen. Es passt werder meine Vorstellung von Raum noch von Zeit - es ist einfach nur Fahren, Fahren, Fahren .... Ich hab schon von einigen gehoert die einfach mal ne Runde drehen zum entspannen - hier wuenscht man sich auf der einen Seite nix anderes, es moege nie aufhoeren. Pff-pff-phfff diese Gedanken werden unterbrochen von nem wiederkehrenden, aufdringlichem und als sehr stoerend zu empfindenden Geraeusch vom linken Hinterrad. Soweit so gut, der Reifen ist also zu Wechseln, kein Problem solange man nen Zweiten hat - also gesagt getan mit unerwarteter, deswegen umso angehmerer moralischer Unterstuetzung eines Queenslaenders. Ja er wolhte halt mal ne "Runde drehen" und sich mal den alten Track ansehen - sind ja nur um die 2000km! Noch nen Platten will man da drausen dennoch nicht haben, drum gings auf Zehenspitzen die naechsten 60km. Einen neuen Reifen "getankt", Auto nochmal gecheckt, eine verdaechtige Lagerung gewechselt - nur um sicher zugehen. Dabei kam dann auch der Gabelstabler als Outback-Wagenheber zum Einsatz.

Die Deutsche vor Ort, hinterm Tresen, war sichtlich unerfreut nen dialektisch Verwandten vor sich zu haben. Was mich zum aktuellsten Spruch in Australien bring. Auf die Frage wieviel Einwohner Deutschland hat, folgt hier meist die Antwort "Es gibt 80 Millionen registrierte Deutsche, davon sind zur Zeit 20 Millionen in Australien!" Die Haltung zu eigenen Sprache aendert sich hier, als Alleinreisender, definitv. Zwar fehlen noch Vokabeln, unterlaufen falsche Betonungen oder wird mal ne unpassende Phrase verwendet - schon aus Hoefflichkeit gegenueber den Anderen bleibts beim Englisch. Nur wenns mal gar nicht weitergeht wird mal ein deutsches Wort eingebaut. Es ist schon erstaunlich wie bekannt hollaendische und schwedische Worte dann sind. Im ganzen gibt es Einem ein unangenehmes Gefuehl laenger deutsch zu reden - zumal dann immer die gleichen Fragen kommen, die gleichen Antworten erwartet werden... So gabs denn auf englisch, mit nem faszinierend eindeutigem Thueringer Dialekt, den Hinweis auf die "painted Desert". Dem folgend gings auf "nur" 150 ganz andere Kilometer. Die lange Strasse in den Horizont verwandelt sich unversehens in eine Fahrt auf gewundenen Pfaden durch alle Farben Rot. Hoch und runter zwischen kleinen Huegeln gesaeumt von den bekannten Bueschen. Aus den knorrigem Holz quoll ungewohntes Gruen - die letzten kurzen Regenfaelle hatten nicht nur Strassen weggeschwemmt, zum Glueck war wieder alles planiert. Alles das erzeugte einen faszinierenden Kontrast vom knalligen Rot der huegeligen Strasse gegen ausgeschuettete Paletten von Rot, die durch den staubigen Sand aufgesogen werden wie Wasser, um sich spaeter in spaerliches Gruen zu verwandeln.

Die Sicherheit eines Highway ist aber auch nur relativ. Nach dem Platzen eines Hinterreifens war das Auto leider nicht mehr zu fahren - so schnell gehts. Das gerade in solchen Momenten Gesellschaft kommt ist schon faszinierend. In unserem Fall handelte es sich um einen Feuerwehrmann auf ner Kontrollfahrt. Er hatte gerade seine woechentliche Kontrolle im Ayers Rock Resort gemacht und war auf dem Rueckweg nach Alice Springs (500km eine Richtung). Er half uns die Strasse zu sperren und orderte vorsorglich die einzigen beiden Landfahrzeuge des Royal Flying Doctor Service (Fahrzeuge in Alice werden nur in der Stadt eingesetzt). Wohlbehuetet und quatschend gings zum Resort. Seit Wochen war in der Klinik nix los! Somit gabs ne Art Privatbehandlung. Spaeter am Abend trafen wir Sie beim lokalen BBQ wieder - ein Ort in der Wueste ist klein. Inbesondere da die meisten der bis zu 5000 "Einwohner" (4. groesste Stadt der Northern Territories) im Hotel bleiben bzw. erst im Winter kommen. Als Patienten gab dann 2 Hotelzimmer fuer je 50$ (statt 350$) fuer 2 Naechte. Die Unkosten deckte wenigstens der RAA (lokaler ADAC) ab. Damit endete aber schon die Hilfe - Subnote im Vertrag "2 Tage Automiete werden erstattet, wenn verfuegbar" - natuerlich war in der Woche kein Auto mehr mietbar. Als rettender Engel in dem Moment kam Sandy (die Aertztin des RFDS) vorbei - auf das obligatorische "How are you?" hatten wir nur gewartet. Was nicht zu erwarten war das Angebot ihrerseits. Wir konnten vorerst ihr Auto bekommen um zum National Park zu fahren. Spaeter dann der Hammer. Ungluecklicherweise musste ihr Auto nach Adelaide (1500km unsere Richtung :-) - zum Reifenwechsel. Glueck muss man haben!! So nun erstmal etwas entspannen auf dem Campingground, das alte Auto entsorgen...






Und dann gings endlich wieder los nach Sueden. Ayers Rock Resort - Marla - Cooper Peddy, die Kilometer flossen vorbei... eigentlich wollten wir nur nen kurzen Stop machen. Bei ner Besichtigung eines Dugouts schlug uns Duncan vor doch mal in seiner "Bude" zu Uebernachten. Er "huettet" die Hoehle nur fuer nen anderen Typen und wartete auf kuehleres Wetter um sich sein eigenes Haus zu bauen. Extrem syrrealistisch wird es dann Nachts unterm fahlen Mondlicht, wenn aus den weissen Huegeln ringsum die Fenster warm scheinen und man "noodeln" geht. Damit ist die Opal-Suche im Abraum gemeint, der natuerlich auch beim Hausbau entsteht - damit kann der Ausbau richtig billig werden. Eh ich es vergesse - wer auch an ne grosse Katastrophe 2012 glaubt ist herzlich hierher eingeladen. Duncan freut sich ueber Besuch und wird mit dem Bau seinens Hostels Winter 2007 beginnen. Hierfuer sind helfende Haende gesucht - bei der Arbeit entdeckte Opale duerfen behalten werden!!! Bin gern bei der Kontaktaufnahme behilflich.

Von da an trennten uns nur noch 850km von der Hauptstadt. Mit all dem gesehen begibt man sich mit seltsamen Gefuehlen zum Volksauflauf - dem Autorennen ueber 4 Tage. Schon ist man wieder mitendrin und faengt an sich wieder zu wundern. Jeder in dieser Stadt steht auf Holdon, es ist einfach ueberall, zwischen den Konzerten gibt es Schlachtrufe "Holden, Holdencity" ... eh man es ist doch nur "Opel"!!! Um dem holden-rot zu entkommen dreh ich mich um, was meinen Blick auf das zweitdominanteste in Australien lenkt - das Militaer, uberall Monumente, Mahnmale und Werbung. Na hat nicht Einer Lust Australien zu verteidigen, Kinder voran! Ok will mal nicht nur zynisch sein und gehe offen Auges durch die Stadt, den staetigen Ausdruck der Regeln allgegenwaertig. Wer auf nen Bus wartet, steht nicht etwa im Pulk oder lungert in der Gegend rum - nein es wird japanisch in Reihe gestanden, schoen aufgefaedelt. Man koennte echt Romane schreiben....

2/13/2007

The Rest

Halt machen, mal ausruhen, ein australisches Wochenende oder anders ausgedrueckt warten. Alles begann mit der Idee ein Auto fuer die naechste Zeit zu besorgen, einfach nur um nach Perth zu kommen. Nach 3h in Katoomba wollte ich Andrea dafuer in Adelaide treffen. Verrueckte idee - oder?


Fuer den Autokauf war ne Woche eingeplant, dazu gehoert Ummeldung, Registrierung, Anmeldung beim RAA (quasi ADAC)... Aber schon nach einem Tag hoerte sich unser Toyota 4Runner an wie ein Tanker. Versuchten erst selbst auf dem Problem auf den Grund zu gehen, nach nem Tag (dummerweise Feiertag vor nem Wochende) zogen wir alle noch geoeffneten Werkstaetten zu rate. Um dann erst Montag das Auto schliesslich zu ner Werkstatt bringen zu koennen. Es ist ja nicht so, dass man nicht vorher gewarnt wird, aber zu zweit fuehlt man sich schlauer. Nein es war fuer uns zu dem Zeitpunkt echt nicht zu hoeren und vermutlich auch nicht fuer die Verkaeufer, ein supersympahtisches Paaerchen aus Sachsen. Um so haerter trifft einen die Nachricht des vermutlichen Fast-Totalschadens des Motors. Es sollte uns also mindestens 1 Woche Reperatur, Wechsel der Kurbelwelle, Oilpumpe .. kosten, was dem Kaufpreis des Wagens entspricht. Auf ne gute Nachtricht folgt meist die Ernuechterung, insbesondere wenn es um Technik geht. So musten wohl "nur" die Lagerschalen der Kurbelwelle und die Oelpumpe getauscht werden, letztere hatte aber wohl doch noch ein paar Probleme so zieht sich das ganze jetzt schon ueber die 2. Woche hin... der Mechaniker ist nie wirklich zu erreichen, die falsche Pumpe geliefert... Noch stehen Elisabeth, Debbi und Hub(ert) mir bei... Gestern waren wir dafuer mit dem Hostelauto schon mal auf Einkaufstour.

Das allgegenwaertige Links-System ist dabei schon faszinieren. Nein ich meine nicht, dass hier links gefahren wird - dies ist ja offensichtlich. Ich reden von dem Habitus des Mannes offensichtlich links sitzen zu muessen, was ungluecklicherweise in Europa dazufuehrte, das eines nuechterens maennlichen Bewohners oder einer gestressten Freundin bedarf um nach einer geselligen Nacht heimzukehren. Hier fuehrt die gleiche Aufteilung der Sitze zur steuernden Position der Dame und Entlastung des Herren. Mit zunehmendem Genuss des hier sehr angenehm duennen Gerstensaftes schlage ich hiermit die Einfuehrung der britischen Verkehrsregeln in Europa vor!! A pro po Europa. Als Mitglied des ADAC wird man der einfachen Mitgliedschaft im RAA gleichgestellt. Soweit ist das alles ganz einfach. Einfach ist es auch in der deutschen Zentrale anzurufen. Das ist spaetestens noetig wenn man als premium-Member behandelt werden will (Abschleppen im Outback bis 200km) und nur den Differenzbetrag zu Basispreis bezahlen will - langsam gehts mir nur ums Prinzip. Hauptproblem ist die fehlende Angabe des Gueltigkeitsendes der ADAC-Karte. Die RAA moechte deshalb erst schriftlich einen Nachweis haben, nach laengeren Diskussionen reicht ein Fax oder ne e-mail. Hatte gedacht am schnellsten gehts mit Fax, wer schon mal versucht hat ne mail-adresse am Telefon durchzugeben weiss von ich rede - das geht nie beim ersten mal. Das Fax leider auch nicht, zumindest nicht schnell. Selbst als sich 2 Mitarbeiter mit dem Fall befassten, die Tueren bereits geschlossen waren musste der Buerokratie genuege getan werden. So wurde ich auf morgen vertroesstet, also ohne Bestaetigung aus Deutschland darf ich 32km abgeschleppt werden, aber nicht fuer das 200km Abschleppen weitere 80$ zahlen - komisch.

Bis dahin hatte ich2 Wochen voller Freizeit in Adelaide. Da macht sich dann doch schon der Unterschied zu Sydney bemerkbar. Zum Glueck passiert selbst uns Hostel immer wieder mal was. So wurde es in den letzten Tagen zum "Rechnerkabinett" umfunktioniert. Ueberall Studenten mit Laptops auf der Suche nach ner Wohnung, was sich im Moment, da die Uni anfaengt, aber wieder gibt. So gab es aber immerhin genuegend Leute die meine kulinarischen Experimente uebersich ergehen liessen. Ja es ist die Zeit der Experimente. Nach den suessen Versuchen einer Erdbeer- sowie einer Aprikosentorte, einer neuen Art Brownies... Forderte ein Huhn meine ganze Aufmerksamkeit, zumindest fuer eine Weile. Beim Hillbilly Hut Event wird jede Woche ein "Truthahn" verlost, was aber wohl mehr ein zu gross geratenes Huhn ist. Da ich nun mal gewinne gerne behalte musste ich mir wohl was einfallen lassen. Weil aber jeder was probieren wollt wurde noch ein 2. besorgt. Fur solche Faelle ist die Seite chefkoch.de sehr nuetzlich, es sei denn sie ist wegen zweifelhaften Inhaltes (nackte Huehner??) durch Norton Internet Security gesperrt. Vermutlich zum ersten Mal wurde im Hostel ganze Huehner zubereitet. Wir haben das eine mit einer Spinat (selbst blanchiert ist wirklich besser!!)-Ricotta-Masse zwischen Haut und Fleisch, das anderen "traditionell" gefuellt, dazu gabs dann Fruehlingskloesse (aus Toast, Milch und Ei mit Petersillie) - dabei musste ich glatt an das entgangene Weihnachtsmenue daheim denken. Die Huehnerreste gaben schliesslich noch ein Frikassee her. Alles in allem mussen wir das daheim oefters mal machen, freu mich schon drauf!!




So wie hier jeder anzieht was er will sind auch die Farben der Lebensmittel anders. Das ist auch mal ne giftgruene Flasche, mit Blaeschen auf dem Etikett, nicht etwa Spuelmittel sondern Sirup - andere Laender andere Farben!!!

Zwischen den Malzeiten gings dann oefter durch die Stadt, unter Anderem zum Strand. Adelaide-Zentrum selbst liegt ca 15km vom Wasser entfernt. Von hier aus hat man Zugang zu den vielen Vororten am Wasser. Die Stroemungen verlagern dort Jahr fuer Jahr grosse Mengen des Sandes nach Norden. Damit verliert der Sueden von Adelaide in naechster Zeit seine schoenen Straende. Die australiche Loesung fuer das Problem: Sand wird mit LKW in den Sueden zurueckgekarrt. Das soll in Zukunft eleganter geloest werden. Es werden 3 Rohrsystem installiert in denen Sand von an Anlandungsgebieten im Norden abtransportiert wird. Vermutlich gefallen ihnen Buhnen einfach nicht!!

Musikalisch hat Adelaide aber einiges zu bieten. Neben den Sendungen fuers Lokalradio, gibt es grosse oeffentliche Orchesterauffuehrungen und klasse live-Musik in Pubs. Speziell das Grace Emily bietet jeden Montag eine offene Buehne. Jede Band/ Musiker hat Zeit fuer etwa 3 Songs, aber manche mussen halt doch nen 4. ranhaengen. Aussnahme ist die Hausband, welche die Stimmung immer wieder anheizt und, durch Kuenstler des Abends verstaerkt, mit diversen Improvisationen den Abend (bis 3am) ausklingen laesst. Die Palette reicht dabei vom Singer/Songwriter ueber singende Chellistin, Rock bis Blues... der Maerz mit vielen Konzerten wirft also seine Schatten voraus.


1/07/2007

Coat Hanger

So,

da bin ich mal wieder. 14 tage spaeter und doch noch einiges losgewesen. In
Adelaide stieg meine gute Laune weiter, leider wies das Wetter den gegenteiligen Trend zum Ende meines Aufenthaltes hin auf. Aber eins nach dem Anderen.




Erst gings mit den Freunden von der Greate Ocean Road noch nach Glenelg an den Strand von Adelaide und spaeter dann zum Wein. Am Strand, mit der einzigen Strassenbahn in Adelaide zu erreichen - somit auch nicht zu verfehlen, trug man dann 2h lang schoene Steaks (500g) an uns vorbei. Nachdem nun jede Kellnerin uns so gut sie konnte ignorierte wurden wir vom bereits vollzogenen Kuechenschluss informiert, mit vollstem Bedauern natuerlich. Auf der spaeter folgenden Weintour benoetigte ich einige Protweine um das zu verdauen. Anfangs noch alles probierend stellten dann die letzten beiden Winzerein echte Probleme dar, so das doch ein vollstaendiges Probieren des Sortiementes nicht mehr moeglich war, hab mich dann auf Sheraz und Port "konzentriert". Neben Ausfluegen mit den alten Freunden unternahm ich mehr und mehr mit meinen neuen Mitbewohnern, was wohl auch daran lang das James zu seinen Verwandten ging, Steve in Richtung Wueste und Tricia gen USA unterwegs war.

Langsam mussten ja auch Vorbereitungen fuer den Heiligen Abend getroffen werden. Abweichend
von australischen Traditionen, denn hier (wie auch in England) liegen die Geschenke am folgenden Morgen unter dem Baum. Fuer Geschenke hat es nicht gereicht, aber das
Hostel hat ein BBQ im Park gestiftet. Vorher haben wir noch kollektiv Plaetzchen gebacken. Passend dazu hab ich dann doch wieder Backlaune verspuert und verschiedenste Versionen von Streusel-, Apfel-, Apfel-Pudding...Kuchen gebacken. Nach der BBQ- & Kuchenbescherung wurde es dann wieder feierlicher. Um Mitternacht ging dann endlich, nach einer Stunde "einsingen" die katholischen Messe los. Nur gut das sich vorher jemand bereit erklart hat mich am Morgen (5:50) zum Flughafen zu fahren, und wir (sonst nicht ueblich) das Auto vom Hostelbesitzer benutzen durften, da war es wohl hilfreich, dass sich seine Lebensgefaehrtin vom Kuchen sich gar
nicht mehr eingekriegt hat - war immerhin an ein Rezept angelehnt, wenn es auch
ne Weile gedauert hat Custard Powder statt nach Pudding im Supermarkt zu fragen.






Also Nach der kruzen, auf die BBQ und heilige Messe folgenden, Nacht hatte ich nicht wirklich lange Zeit mich zu beschaeftigen denn am Flughafen tratt mein uebermuedeter Geist in die Falle. Eigentlich wollte ich nur von der Gesellschaft nen Plastiksack, um meinen Rucksack inkl. Anhaengsel darin zu verstauen. Haette man blos das Kodewort Benzinflasche nicht verwendet - darauf hin musste das ganze erstmal tiefgruendig untersucht werden (ja Andreas S., ich weiss als normale Trinkflasche tarnen und mit Wasser fuellen...). Als die gute Dame ihren, sorry, Ruessel in die Flasche hielt hat sie doch glatt noch etwas Benzin gerochen - unglaublich!!! Alle Auskunfte, dasss die Flasche ja vollstaendig offen ist und bereits seit 3 Wochen so transportiert, seit Monaten nicht verwendet wurde halfen nix - Logik hilft einfach nicht gegen die Regel (:-)!! Aber entscheiden konnte Sie nix, weil ich einfach nicht auf die Flasche verzichten wollte. Ok also musste ne Kollegin herhalten, nach einiger Zeit schlug man vor, wenns nicht mehr riecht ist es ok. Gut na dann, schlieslich kostet mich ja Seife auf dem Airport-Toi nix, also rein damit, kraeftig gespuelt, neu mit seife gefuellt und schwub hatte ich ne super parfuemierte (ja es war immer noch eine) Benzinflasche, es hatte sich nix geandert nur duftete das Parfuem nun etwas mehr als das nicht mehr vorhandene Benzin. Dann beging ich den Fehler Nr. 2, zur Pruefung wurde ich an nen anderen Schalter gerufen. Als ich versuchte die Lage zu erklaeren, machte sich wieder Angst und Ratlosigkeit auf einen, vorher auf Weihnachtsfroehlichkeit getrimmten, Gesicht breit. Sie stand auf, ohne weit zum kommen und ging vom Tresen weg. Wohl nur um mir nicht die ganze Zeit hilflos gegenueberzustehen. Nach ner kurzen Weile wurde ne Kollegin und spaeter die Kraefte am Metalldetektor um Rat gefragt, und mir zu verstehen gegeben ich
sollte das gefaehrliche, wenn auch jetzt nach parfuem duftende Behaeltnis mit in Handgepaeck nehmen. Der Metalldetektor war auch kein Hindernis, zumindest nicht fur die Flasche (sah ja aus wie ne Wasserflasche), aber dann fragte man sich ob die USB-Sticks nicht gefaehrlich sein. Nach verschiedensten Einstellung am Roentgengeraet gings dann weiter. Beim Boarding wieder rausgerufen, versicherte sich eine weitere Kollegin, das meine Flasche immer noch ganz angenehm duftet - leider hab ich beim Flug alles moegliche andere gerochen, nur nicht den Duft aus der Flasche.






Ok frueh in Sydney angekommen kam ich direkt, durch John den Besitzer und Pfarrer, ins Guesthouse. Von umliegenden Supermarkten werden abends nicht verkaufte Sachen
abgeholt und liegen dann fuer die Bewohner im Kuehlschrank. Dummerweise sind das nie Fruechte oder irgendwelche gesunden (ja das von mir!!) Sachen, sondern Pizza, diverse suesse und herzhafte Sachen in Blaetterteig, Kuchen und der Gleichen. Angezogen von diesen fuehlen sich auch die kleinen Krabbeltiere, welche in zu ungeahnter Grosse wachsen, aber nicht bedrohlich sind. Ja das ganze Haus scheint aus angelieferten, kostenlosen Restbestaenden, vor allem vergangner Jahrzehnte, zu bestehen. Beim Bedienen das Ofens und des TV ist genauso Vorsicht walten zu lassen, wie beim oeffnen der Schraenke. Nur so ist wohl aber ein Wochenpreis von 135$ moeglich. Bis auf 2 Ausnahmen (mit denen ich nix zu tun hab) sind die Bewohner echt angenehm, insbesondere die Langzeitbewohner. Zumeist kommen die selbst unter diesen Bedinungen gerade so ueber die Runden und leben teilweise in Sydney weil nur hier ein Job (traffic offier am airport, busfahrer, angestellter in bank, tante-emma-laden) verfeugbar ist. Bewacht werden wir Nacht fuer Nacht vom gekreuzigten Jesus, das Haus war wohl frueher eine Kirchenschule, find es jedenfalls bis jetzt spannend! Bisher trieb es mich immer wieder in Museen, quer durch die Stadt und an die
Straende. Die Museen sind im wesentlichen kostenlos, meist ist aber dann fuer spezielle, kleinere Ausstellungen zu bezahlen - was sich aber bisher nie als das Geld wert erwiesen hat. Am eindrucksvollsten ist das Powerhousemuseum, wohl am ehesten als mini-mini-ausgabe des deutschen Museums in Muenchen, viele Exponate (wie eigentliche in allen Australischen Museen soweit) die aber hier besonders in eigen Sound und Visuelle-Effekte eingestrickt sind.





Weiterer Hoehepunkt sollte ja das Feuerwerk zum Jahreswechsel werden. Um noch einen eingigermassen guten Aussichtspunkt zu ergattern standen wir ab 14 Uhr mittags bereits 2,3h an, und beteuerten keinen Alkohol auf des Gelaende zu bringen. Ebenso war Glasflaschen der
"Zutritt" verweigert. Erst spaeter stellte sich heraus, es darf Alk getrunken werden, der sei aber bitte schoen auf dem festivalgelaende zu kaufen. Wir waren aber auch so bereit (als Apfelsaft getarnt)! Hier gab es ein Kinderfeuerwerk und dann eines fuer die Grossen. Allgemein gilt hier Fuerwerk macht nur die Stadt, privat gibts nix zu kaufen. Rund um den Hafen sind ueberall Feuerwerke aufgebaut, so das jeder was sehen kann - aber nun die schlechte Nachricht, wer das 800jahre Feuerwerk in Dresden genossen hat, hat das meiner Meinung nach beeindruckensde Feuerwerk gesehen. Eins war aber dennoch richtig bemerkenswert, zumindest geplant, der Sound zum Feuerwerk sollte im Radio uebertragen werden - nur leider war nix zu hoeren.





12/19/2006

Eine goldige Kueste

So nun gings vor ner Woche mit nem Bus los nach Adelaide. Hatte an so nen Riesenbus gedacht, doch es wurde alles viel kleiner, viel gemuehtlicher (wo ist das ue?? auf der Tastatur).






Schon am Sammelpunkt in Melbourne war klar wer mitkommen wuerde, die Reisenden sind doch vom weiten erkennbar. Ich bin sicher die Ausnahme mit meinem Riesen Strohhut - bisher hat er mir taeglich gute Dienste geleistet, wie die Sonnencreme und das lange Hemd. Die roten Stellen erinnern an den Tag, an dem ich es nicht so ernst genommen habe. Die etwas kuehleren Tage in Melbourne begleiteten uns noch am ersten Tag auf dem Trip. Aber spaetesten bei den 12 Apostenln, die nur noch zu 11 sind, knallte die Sonne wieder so dass die Horden von Fliegen uns wohl gut ausmachen konnten. Allein die Aussicht im Outback noch mehr davon zu bekommen bzw. die Geschichten ueber die Sandfliegen (beissen in die Haut) in NZ machten es ertraeglicher, naja und die schoene Landschaft natuerlich auch. Um das ganze Richtig zu sehen, und nicht nur die Standard-Tourifotos zu machen schaute ich mir das ganze von oben an - per Heli. Ok die Piloten machen das bis 15 mal am Tag, aber das man so sanft in nem Heli fliegt und vor allem landet haette ich nicht gedacht. Einzig die schnellen Wendungen liessen eine Erinnerung an die Achterbahn wachwerden. Schlimmer sollte es spaeter bei den Seeloewen werden, im Schlauchboot auf den Wellen tanzend.
So ruhig auf dem Ruecken in der See treiben, zur Abkuehlung, das waers gewesen - aber sofort gings weiter (obwohl das motto von wayward eigentliche ist: "let the others rush"). Immer wieder gabs Steine zu bewundern, die besonders gross, besonders schoen, besonder hart, besonders zahlreich oder besonders hart waren...




Aber es gab auch in Robe den beeindruckendsden Sternenhimmel (inkl. Sternschnuppen) zu sehen, vielleicht waere der Sonnenaufgang auch ein so tolles Ereignis gewesen. Die Sterne sind hier extrem zahlreich und klar zu erkennen, und sieh stehen alle auf dem Kopf. Was mir bis heute Probleme beim Ein-Norden der Karte macht. Klar geht die Sonner immer noch im Osten auf, aber Mittags steht sie im Norden, naja ich laufe ja gern.


Das wollte ich auch gestern machen nach dem Hillbilly-Blue-Grass-Konzert. Tagsueber wird die Erde hier so aufgeheizt, dass sie spaeter am Abend eine angenehme Warme spendet (vorher ist es zum sitzen fast zu heiss), ideal um lange draussen zu sitzen. Weil es hier aber wohl unueblich ist ein Abschelppseil im Auto zuhaben wurde ich am Abend auch noch zum Schieben angagiert. Der Plan wurde aber verworfen und das Auto durch ein anderens zur Tanke gestossen - australisches Abschleppen, auf Kosten einer Nebelleuchte (wer hatte das bei nem Auto mit Anhaengerkupllung erwartet). In ner Garage triffen sich hier jeden Montag ein Paar Musiker zum Spielen, was sich die Leute aus meinem Hostel wohl nie entgehen lassen. Gestern wurde die Weihnachtsaufzeichnung gemachen, also extra lang mit extra vielen Musikern. Ja und bei einigen Liedern (hab hin und wieder "mitgesungen") kamm dann doch Weihnachtsstimmung auf. Gerade neu in Adelaide angekommen und sofort zum Eis und Kuchen, gestern dann zum BBQ eingeladen, mit erwaehnter grossartiger Live-Musik, so koennte es bleiben.



In der Stadt selbst hab ich schon mal die Einkaufsstrasse, die Unis, den superschoenen botanischen Garten, den Marktplatz (der ist hier ueberdacht und kuehl) und die blauen Linien auf der Strasse (F1-GrandPrix) gefunden. Weil die Stadt komplett geplant wurde sind die Strassen deutlich breiter als in Melbourne und alles gut zu erlaufen, nur den Strand und Flughafen werd ich spaeter mit der Bahn erkunden. Der Citybeach selber aber liegt wieder in der Stadt, mitten in nem Wohnviertel, ueber den bin ich nur per Zufall gestolpert - vermutlich ist aber am Strand selbst sicher auch noch ne Menge los.